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Kein Atommüll im Bözberg!

Der Bözberg ist Teil eines Naturparks von nationaler Bedeutung und ein schutzbedürftiges Wasserschloss.

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Vortrag von Geologieprofessor Walter Wildi in Brugg


Am Donnerstag, 27. April 2017 findet im Rathaussaal in Brugg ab 19.30 Uhr die KAIB-Jahresversammlung statt. Anschliessend an den geschäftlichen Teil wird ab 20.15 Uhr Geologieprofessor Walter Wildi ein öffentliches Referat zur Atomendlagerproblematik halten.
 
Walter Wildi war bis zu seiner Pensionierung 2013 als Professor in Geologie an der Universität Genf tätig. Er gilt als ausgesprochene Fachperson im Bereich der Atomendlagerproblematik. Unter anderem präsidierte Walter Wildi die Expertengruppe «Entsorgungskonzepte für radioaktive Abfälle» und die Eidgenössische Kommission für die Sicherheit der Kernanlagen (KSA).
Der Vortrag von Walter Wildi ab 20.15 Uhr ist öffentlich und für alle Interessierten frei zugänglich.

Atommülllager: Ein Kommentar zur aktuellen Situation

Dez 16 Bild 3

Wo stehen wir und wie geht es weiter? Die Nationale Genossenschaft für die Lagerung radioaktiver Abfälle der Schweiz (Nagra) soll entgegen ihrer ursprünglichen Absicht auf der Suche nach dem Standort für ein Atommüll-Tiefenlager neben den Gebieten "Jura Ost" (Bözberg) und "Zürich Nordost nun auch das Gebiet "Nördlich Lägern" vertieft abklären. So will es die Atomaufsichtsbehörde.

Die Nagra wollte auf eine weitere Untersuchung von "Nördlich Lägern" verzichten. Laut dem Eidgenössischen Nuklearsicherheitsinspektorat (ENSI) sei der Nagra Entscheid aufgrund der Datenlage aber "nicht ausreichend begründet". Das ENSI empfiehlt daher, dieses Gebiet in der Etappe 3 des Sachplanverfahrens weiter zu untersuchen. Offenbar wollte die von den Atomkraftwerkbetreibern finanzierte Nagra mit der voreiligen Reduktion von ursprünglich 6 auf nur noch 2 Standorte eine schwer erklärbare Abkürzung nehmen. Könnte es sein, dass beim gewählten Vorgehen nicht die viel betonte Sicherheit im Vordergrund stand, sondern die Idee, Kosten zu sparen? Schliesslich ist die Atomkraft heutzutage ein Verlustgeschäft und wie die neusten Kostenstudien zeigen, fehlen in den Stilllegungs- und Entsorgungsfonds noch immer Milliarden ...
Nun, die Nagra akzeptiert nach eigenen Angaben die Schlussfolgerungen der ENSI-Analyse. Die Realisierung eines Tiefenlagers im Opalinuston in großer Tiefe wie im Fall „Nördlich Lägern“ sei aber anspruchsvoll. Die Nagra werte dies als sicherheitstechnischen Nachteil. Interessant, dass die gleiche Nagra negative Aspekte im Fall Bözberg wie aus grosser Tiefe aufsteigende Gewässer, tektonische Deformationen oder die hohe Erosionsgefahr in der Langzeitbetrachtung zu banalisieren versucht.
Das nächste Kapitel wird 2017 aufgeschlagen: Sämtliche Berichte, Gutachten und Stellungnahmen gehen in eine dreimonatige öffentliche Vernehmlassung. Auch KAIB wird sich dazu vernehmen lassen. Der Bundesrat wird laut BFE "unter Kenntnis aller relevanten Fakten" voraussichtlich bis Ende 2018 festlegen, welche Standortgebiete tatsächlich vertieft untersucht werden sollen. Dabei dürfen unserer Meinung nach ökonomische Überlegungen keine Rolle spielen. Denn unabhängig davon, wo letztlich der Standort für ein atomares Endlager sein soll: es muss der sicherst mögliche Ort sein.
Für die Bürgerorganisation „Kein Atommüll im Bözberg“ KAIB ist und bleibt klar: Der Bözberg birgt verschiedene bereits bekannte geologische Risiken und er ist Teil eines Naturparks von nationaler Bedeutung und ein schutzbedürftiges Wasserschloss. Sicher ist da nur das Risiko. Dass der Widerstand gegen diese unsinnige Nagra-Tiefenlagerzwängerei am Bözberg wächst, zeigt sich nicht nur in den steigenden KAIB-Mitgliederzahlen sondern auch an den basisdemokratischen Beschlüssen von Effingen und Bözberg. Sie haben sich an ihren Gemeindeversammlungen im November 2016 jeweils mit deutlichen Mehrheiten gegen die geplanten Sondierbohrungen der Nagra ausgesprochen. Ein klarer Fingerzeig. Und der Aargauer Regierungsrat, der sich gegen ein Atommülllager im Aargau ausgesprochen hat und ebenfalls geologische Bedenken vorgebracht hat, ist aufgefordert, seinen Worten auch entsprechende Aktivitäten folgen zu lassen.
Max Chopard-Acklin, Präsident KAIB, im Dezember 2016


Tagesanzeiger - Das Magazin

Der Tagesanzeiger berichtet im Magizin vom 19. November 2016 über das mögliche Endlager im Bözberg und in Benken. Unter dem Titel "Kein Ort. Nirgends" von Christian Schmidt brechen Marcos Buser und Walter Wildi zu einem kritischen Spaziergang auf.

Impressionen vom Menschenstrom - 19. Juni 2016

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 „Menschenstrom: 650 Menschen wanderten vom Bözberg nach Windisch“

KAIB Medienmitteilung Juraparkfest - 28. Mai 2016

Neues Inserat: Sicher ist nur das Risiko

KAIB-Flyer 2016

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Unser Bözberg

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